Münzen aus der Zeit Napoleons
Trommeln im Morgennebel.
Armeen auf den Straßen Europas.
Beutel voller Münzen.
Der Wind zieht über die Felder.
Kolonnen von Soldaten marschieren über die Straßen Europas.
Und irgendwo hinter den Hügeln wartet ein Lager auf die Auszahlung des Soldes.
Münzen wechseln den Besitzer.
Ein Soldat erhält sie nach Monaten des Feldzuges.
Ein Wirt zählt sie auf einem hölzernen Tisch.
Ein Händler legt sie in seine Kasse, bevor er weiterzieht.
Dann zieht der Krieg weiter …
und die Geschichte beginnt.
Zur Zeit Napoleons reisten Münzen fast ebenso weit wie die Armeen.
Man fand sie in Militärlagern, in rauchigen Gasthäusern, auf Märkten in Städten, durch die Regimenter marschierten.
Manche bezahlten Brot und Wein für einen müden Soldaten.
Andere wechselten nach einer Schlacht den Besitzer.
Viele von ihnen durchquerten ganz Europa.
Imperiales Gold.
Silber aus europäischen Königreichen.
Münzen aus Städten, die tausende Kilometer voneinander entfernt lagen.
In der Welt der napoleonischen Armeen wurde Reichtum nicht nur in Münzen gezählt …
sondern auch in den Wegen, die sie zurückgelegt hatten.
Öffnen Sie den Beutel.
Lassen Sie die Münzen über den Tisch rollen.
Und für einen Moment hören Sie vielleicht die Trommeln, die Schritte der Soldaten auf den Straßen Europas und das Murmeln eines Feldlagers am Vorabend einer Schlacht.
Schatz der napoleonischen Kriege
Die Kolonne erreichte das Dorf bei Einbruch der Dunkelheit.
Die Soldaten trugen noch den Staub der europäischen Straßen auf ihren Stiefeln. Die Pferde schnaubten in der kalten Luft, und im Hof des Gasthauses wurden gerade die Laternen angezündet.
An den Tischen zählten Männer ihren Sold.
Silbermünzen wanderten von Hand zu Hand.
Ein goldener Napoleon glänzte im Licht einer Kerze.
In Gasthäusern und Lagern erzählte man sich bereits Geschichten.
Von fernen Schlachten.
Von Städten, durch die die Regimenter marschierten.
Von Straßen, die von Paris über Wien bis zu den Ebenen Russlands führten.
Die Münzen setzten ihre Reise fort.
Imperiales Gold.
Silber aus ganz Europa.
In der Welt der napoleonischen Kriege wurde Reichtum nicht nur in Gold gemessen …
sondern auch in den Geschichten, die diese Münzen mit sich trugen.
Öffnen Sie den Beutel.
Lassen Sie die Münzen über den Tisch rollen.
Und für einen Augenblick hören Sie vielleicht die Trommeln der Armeen und das Murmeln eines Feldlagers irgendwo in Europa.
Inhalt der Schatzkiste
Münzen aus der Zeit Napoleons
Maria-Theresien-Taler
Der Maria-Theresien-Taler gehört zu den bekanntesten Handelsmünzen Europas.
Er wurde in großen Mengen geprägt und dank seines stabilen Wertes vom Mittelmeerraum bis in den Nahen Osten akzeptiert.
Selbst Jahrzehnte nach dem Tod der Kaiserin blieb er eine der vertrauenswürdigsten Münzen im internationalen Handel.
In einer Spielwelt kann er als stabile Grundlage der Wirtschaft dienen – eine silberne Münze, die von Händlern, Soldaten und Reisenden gleichermaßen verwendet wird.
Napoleon 20 Francs
Der goldene Napoleon war ein Symbol der neuen Ära des französischen Kaiserreichs.
Diese Münzen wurden in enormer Zahl geprägt und bildeten die Grundlage eines Währungssystems, das später sogar die Lateinische Münzunion inspirierte.
Im Spiel kann diese Münze einen hohen Wert darstellen – Gold, das bei großen Geschäften, diplomatischen Vereinbarungen oder als Belohnung für Offiziere den Besitzer wechselt.
Varianten des Schatzes
Adventure Set
100 Münzen
Für kleinere Spiele, private RPG-Kampagnen und kleinere LARP-Runden.
Guild Set
300 Münzen
Für größere Gruppen, Spielleiter und kleinere historische Veranstaltungen.
Königlicher Schatz
1000 Münzen
Für große LARP-Events, Veranstalter und wirklich beeindruckende Schatzkisten.
Zusammensetzung der Münzen
Damit eine Spielökonomie gut funktioniert, enthält die Schatzkiste eine Kombination aus Silber und Gold.
| Münze | Adventure Set | Guild Set | Königlicher Schatz |
|---|---|---|---|
| Napoleon 20 Franc – silbern | 40 | 120 | 400 |
| Napoleon 20 Franc – golden | 10 | 30 | 100 |
| Taler 1780 – silbern | 40 | 120 | 400 |
| Taler 1780 – golden | 10 | 30 | 100 |
In jeder Variante sind beide historischen Münztypen enthalten.
Diese Aufteilung schafft ein einfaches und übersichtliches Wertesystem für Spiele und historische Szenarien.
Gewicht des Schatzes
| Variante | ungefähres Gewicht |
|---|---|
| Adventure Set | ca. 750 g |
| Guild Set | ca. 2,25 kg |
| Königlicher Schatz | ca. 7,5 kg |
Echtes Metall verleiht den Münzen ein authentisches Gefühl.
Wenn Sie den Schatz auf den Tisch legen, kann man ihn nicht nur sehen – man kann ihn auch hören und fühlen.

Sold eines Soldaten zur Zeit Napoleons
In den napoleonischen Armeen war der Sold ein wichtiger Teil des täglichen Lebens im Feldlager.
Oft mussten Soldaten jedoch Wochen oder sogar Monate warten, bis ihre Bezahlung tatsächlich ausgezahlt wurde. Wenn der Sold endlich verteilt wurde, war dies ein besonderer Moment im Lager.
Ein Offizier rief die Namen der Soldaten auf, während ein Unteroffizier die Münzen aus einer kleinen Militärkasse verteilte.
Der Sold hing vom Rang ab und lag ungefähr bei:
| Rang | Typischer Sold |
|---|---|
| Infanterist | etwa 1 Franc pro Tag |
| Korporal | etwa 1,5 Franc |
| Sergeant | 2–3 Franc |
| Offizier | mehrere Dutzend Franc |
In der Praxis wurde dieses Geld selten gespart.
Die meisten Soldaten gaben es schnell aus – für Brot, Wein, Tabak oder kleine Reparaturen ihrer Ausrüstung.
So entstand rund um das Lager eine kleine Wirtschaft aus Soldaten, Händlern und Wirten.
Beispiel einer einfachen Spielökonomie
Für historische Spiele oder Veranstaltungen kann ein sehr einfaches System verwendet werden:
1 Goldener Napoleon = 10 Silbermünzen
Beispielpreise:
| Gegenstand | Preis |
|---|---|
| Essen für einen Tag | 1 Silbermünze |
| Übernachtung im Gasthaus | 2 Silbermünzen |
| Soldatenausrüstung | 5 Silbermünzen |
| hochwertige Waffe | 1 Goldmünze |
| Kleid für eine Adelige | 2–3 Goldmünzen |
Ein solches System ermöglicht Handel, Belohnungen und sogar politische Intrigen während eines Spiels oder einer historischen Veranstaltung.
Verwendung der Münzen im Napoleonic Reenactment
Napoleonische Lager und historische Veranstaltungen rekonstruieren oft Uniformen, Ausrüstung und militärische Manöver.
Der Alltag der Soldaten und Zivilisten wird jedoch seltener dargestellt.
Gerade hier können Münzen eine neue Dimension hinzufügen.
Ein kleiner Beutel mit Silbermünzen oder einige goldene Napoleons können eine gewöhnliche Szene in einen lebendigen historischen Moment verwandeln.
1. Soldauszahlung im Lager
Ein Kommandeur kann beim abendlichen Appell den Sold auszahlen.
Beispiel:
-
Infanterist: 1 Silbermünze
-
Unteroffizier: 2 Silbermünzen
-
Offizier: 1 Goldmünze
Die Szene wirkt authentisch und schafft gleichzeitig Münzen, die später im Lager ausgegeben werden können.
2. Feldgasthaus
Ein kleiner Stand oder ein Zelt kann als Feldgasthaus dienen.
Dort können Soldaten Münzen ausgeben für:
-
Bier oder Wein
-
Brot und Fleisch
-
Tabak
-
Kerzen
Das Gasthaus wird schnell zum Treffpunkt im Lager.
3. Händler im Lager
In historischen Lagern gibt es oft Händler oder Handwerker.
Münzen können verwendet werden für:
-
Reparaturen an der Ausrüstung
-
Nähen von Uniformen
-
neue Knöpfe oder Zubehör
-
Pflege der Pferde
So entsteht eine kleine Lagerwirtschaft, die auch für Besucher sehr attraktiv ist.
4. Glücksspiel und Soldatenspiele
Soldaten vertrieben sich die Zeit oft mit kleinen Glücksspielen.
Münzen können verwendet werden für:
-
Würfelspiele
-
Kartenspiele
-
kleine Wetten
Solche Szenen gehören zu den lebendigsten Momenten im Lager.
5. Diplomatische oder Spionageszenen
Bei größeren Veranstaltungen können kleine Geschichten entstehen:
-
Bestechung für Informationen
-
Bezahlung eines Führers
-
eine geheime Nachricht gegen Belohnung
Schon wenige Münzen können eine spannende Szene schaffen.
6. Lösegeld oder Kriegsbeute
Nach einer Schlachtrekonstruktion können die Sieger symbolisch die Geldbeutel der Besiegten einziehen.
Solche Details machen die Szene authentischer und eröffnen neue Spielmöglichkeiten.
7. Belohnungen für Besucher
Münzen können auch im Programm für Besucher verwendet werden.
Zum Beispiel:
-
Kinder erhalten eine Münze für eine erfüllte Aufgabe
-
Besucher können auf dem Lager-Markt einkaufen
-
Veranstalter können einen kleinen „historischen Schatz“ verstecken
Warum Münzen so gut funktionieren
Münzen haben einen Vorteil, den viele andere Requisiten nicht besitzen.
Sie wandern ganz natürlich von Hand zu Hand.
Und genau so entstehen Geschichten.
Ein Soldat erhält sie als Sold.
Er gibt sie im Gasthaus aus.
Der Wirt bezahlt damit einen Händler.
Und die Münzen setzen ihre Reise durch das Lager fort – genau wie vor zweihundert Jahren.
„Ein Schatz, der nicht nur gut aussieht – sondern auch Geschichten entstehen lässt.“
Spezifikationen der einzelnen Münzen
| Paramètre | Real | Tolar |
|---|---|---|
| Durchmesser | 26 mm | 40 mm |
| Dicke | ca. 2 mm | ca. 2 mm |
| Gewicht | ca.. 5 g | ca. 10 g |
| Material | Zinklegierung | Zinklegierung |
| Farbe | Silber/Gold | Silber/Gold |

Reise durch Europa
Im Jahr 1805 verlässt eine frisch geprägte Goldmünze die Pariser Münze.
Ihre Kanten sind noch scharf, das Metall glänzt so hell, dass der Münzmeister für einen kurzen Moment sein eigenes Spiegelbild darin erkennt.
Kurz darauf gelangt sie in die Hand eines jungen Offiziers der Grande Armée. Als Teil seines Soldes trägt er sie in seinem Beutel mit sich – auf einem langen Marsch quer durch Europa.
Durch die Rheinlande.
Durch deutsche Städte.
Über Österreich hinaus bis weit in den Osten.
Nach einer Schlacht wechselt die Münze den Besitzer.
Nun hält sie ein preußischer Reiter in der Hand. Für ihn ist sie Kriegsbeute. Einige Tage später bezahlt er damit eine Nacht im Gasthaus, Heu für sein Pferd und eine Flasche starken Branntwein.
Monate später taucht dieselbe Münze wieder auf.
Diesmal liegt sie auf dem Tisch im Salon eines Diplomaten in Wien.
Dort ist sie längst nicht mehr nur Geld.
Sie ist ein Argument.
Eine Überzeugung.
Ein kleines Werkzeug großer Politik.
Viele Jahre später finden wir sie in einer ganz anderen Welt.
Sie liegt in einer Truhe einer Bürgerfamilie am Rhein – neben silbernen Talern, alten Briefen aus der Kriegszeit und ein paar kleinen Schmuckstücken.
Und genauso wie damals kann auch heute eine neue Geschichte beginnen.
Man muss nur die Schatztruhe öffnen.
Ein Treffen in der Nacht
Wien, Winter 1812.
Die Straßen sind fast leer. Nur hin und wieder fährt eine Kutsche vorbei oder irgendwo hallt das dumpfe Schlagen von Pferdehufen über das Pflaster. In den Fenstern der Häuser verlöschen nach und nach die Kerzen.
Doch in einer schmalen Gasse nahe der Hofburg brennt noch Licht.
Im hinteren Salon eines Gasthauses sitzen zwei Männer.
Auf den ersten Blick wirken sie wie gewöhnliche Kaufleute, die bei einer Flasche Wein länger geblieben sind als die übrigen Gäste. Doch ihre Stimmen sind leise, ihre Worte vorsichtig gewählt.
Auf dem Tisch zwischen ihnen liegt eine Karte Europas.
Daneben ein kleiner Lederbeutel.
Der ältere der beiden – ein Diplomat in dunklem Mantel – nimmt den Beutel in die Hand und schüttet seinen Inhalt auf den Tisch. Mehrere silberne Münzen und ein goldener Napoleon rollen über die hölzerne Tischplatte.
Der jüngere Mann betrachtet sie einen Moment lang schweigend.
„Für eine einzige Nacht“, sagt er schließlich, „können diese Münzen mehr verändern als ein ganzes Regiment Soldaten.“
Der Diplomat lächelt schwach.
„In Europa entscheiden oft genau solche Kleinigkeiten.“
Mit dem Finger fährt er über die Karte und bleibt bei einer Stadt stehen.
„Es genügt, wenn diese Nachricht sich um einen Tag verspätet.“
Der jüngere Mann nickt langsam. Er versteht nur zu gut, was das bedeutet.
Eine verspätete Nachricht.
Eine Entscheidung, die einen Tag zu spät getroffen wird.
Und ganze Armeen marschieren plötzlich in eine andere Richtung, als es ursprünglich geplant war.
Er nimmt die goldene Münze in die Hand und wiegt sie kurz in der Handfläche.
„Man sagt, Napoleon gewinne seine Schlachten durch seine Genialität“, bemerkt er.
Der Diplomat sammelt die Münzen wieder ein und lässt sie zurück in den Beutel gleiten.
„Vielleicht“, antwortet er leise.
Dann schiebt er den Beutel über den Tisch.
„Aber manchmal entscheiden auch solche Münzen über den Lauf der Geschichte.“
Draußen fährt ein kalter Windstoß durch die Gasse, und die Tür des Gasthauses erzittert kurz in ihren Angeln.
Und irgendwo weit draußen an den Grenzen Europas marschieren gerade tausende Soldaten — ohne zu ahnen, dass ihr Schicksal vielleicht von einer kleinen Handvoll Metall in einem stillen Wiener Salon beeinflusst wurde.

Ein Brief aus Sachsen
Oktober 1813.
Ein Feldlager am Rand der sächsischen Ebenen.
Der Wind bringt Kälte mit sich und ein fernes, gedämpftes Geräusch von tausenden Männern, die auf den Morgen warten. Pferde scharren im Schlamm, Soldaten sitzen an kleinen Feuern und reparieren schweigend ihre Ausrüstung.
Über dem Lager liegt jene eigentümliche Spannung, die immer vor einer großen Schlacht in der Luft hängt.
Leutnant Friedrich Weber sitzt an einem einfachen Feldtisch und faltet vorsichtig einen Brief zusammen. Die Tinte auf dem Papier ist noch nicht ganz getrocknet.
Die Worte sind kurz und schlicht.
Denn Briefe aus dem Krieg kommen manchmal spät an.
Und manchmal gar nicht.
Neben dem Brief liegt ein geöffneter Lederbeutel.
Im weichen Licht der Kerze glänzen darin mehrere Münzen — einige silberne Taler und dazwischen eine goldene Napoleon-Münze.
Friedrich nimmt eine der Münzen in die Hand und dreht sie langsam zwischen den Fingern.
Wie oft haben solche Münzen schon das Schicksal von Menschen verändert?
Sie haben Waffen bezahlt.
Einen Beamten bestochen.
Oder Türen zu einer besseren Zukunft geöffnet.
Für ihn bedeuten sie jetzt etwas anderes.
Sie sind ein Versprechen.
Wenn der Krieg einmal vorbei ist, will er mit diesem Geld ein kleines Stück Land am Rhein kaufen. Vielleicht einen Obstgarten. Ein kleines Haus. Einen Ort, an dem man nicht mehr den Donner der Kanonen hört.
Er legt die Münzen zurück in den Beutel und bindet ihn wieder an seinen Gürtel.
Morgen werden bei Leipzig die Geschicke Europas entschieden. Man sagt, es werde die größte Schlacht sein, die dieser Kontinent je gesehen hat.
Friedrich wirft noch einen letzten Blick auf den Brief, bläst dann die Kerze aus und steht auf.
Wenn er überlebt, werden diese Münzen der Anfang eines neuen Lebens sein.
Und wenn nicht …
dann werden sie wenigstens davon erzählen, dass einmal jemand von einer Zukunft geträumt hat.
Zwei Freundinnen im Schatten des Krieges
Köln, Frühjahr 1814.
Im Garten hinter einem Bürgerhaus beginnen gerade die ersten Bäume zu blühen. Die Sonne fällt auf helle Kleider im Empire-Stil, und durch das offene Fenster dringt das ferne Geräusch der Stadt.
Anna und Clara sitzen an einem kleinen Tisch. Vor ihnen steht eine Teekanne, aus der noch dünner Dampf aufsteigt.
Auf dem Tisch liegen mehrere Münzen.
Silberne Taler, die Anna aus einem kleinen Lederbeutel geschüttet hat, um sie zu zählen. Eine der Münzen ist bis an den Rand des Tisches gerollt, und Clara nimmt sie in die Hand.
„Weißt du“, sagt sie nach einer Weile, „ich habe immer gedacht, Münzen seien nur für Kaufleute wichtig.“
Anna lächelt leise.
„Wenn es doch so einfach wäre.“
Sie betrachtet eine der Münzen, als suche sie darin eine Antwort.
Diese sind mit dem letzten Brief gekommen. Mit ein paar hastig geschriebenen Zeilen aus einem Militärlager irgendwo im Osten.
„Wenn ich zurückkomme“, hatte er geschrieben, „werden wir davon einen Ring kaufen.“
Clara dreht die Münze langsam zwischen ihren Fingern.
„Und wird er zurückkommen?“
Anna schweigt einen Moment.
Der Krieg hat so lange gedauert, dass die Menschen sich fast daran gewöhnt haben, von Schlachten zu hören. Von Städten, die ihre Fahnen wechseln. Von Armeen, die im Nebel der Geschichte verschwinden.
„Er muss“, sagt sie schließlich.
Clara legt die Münze wieder auf den Tisch und nimmt die Hand ihrer Freundin.
„Dann also zwei Wünsche“, sagt sie mit einem kleinen Lächeln.
„Dass unsere Männer zurückkehren.“
Anna nickt.
„Und dass sie uns beide heiraten.“
Die beiden lachen — leise, ein wenig hoffnungsvoll, ein wenig wie ein Gebet.
Auf dem Tisch zwischen ihnen liegen die silbernen Münzen.
Und in ihrem Glanz spiegelt sich eine Welt, die eines Tages nach dem Krieg kommen wird.
Der Händler am Rhein
Köln, Herbst 1815.
Am Rheinufer herrscht seit dem frühen Morgen geschäftiges Treiben. Schiffe legen an, beladen mit Waren aus den Niederlanden, aus dem Rheinland und aus den nördlichen Häfen. Hafenarbeiter tragen Fässer, Kisten und Säcke über die Planken, während Händler an ihren Ständen stehen und den Strom der Menschen beobachten, der sich entlang des Flusses bewegt.
Unter ihnen ist auch Johann Becker.
Sein Stand ist klein – nur ein hölzerner Tisch, eine Waage, einige Schubladen und eine alte Kassette. Und doch bleiben viele Menschen bei ihm stehen.
Johann kauft Münzen.
In den letzten Jahren hat er tausende davon gesehen.
Französische Münzen.
Preußische.
Österreichische.
Russische.
Manche bringen Soldaten mit, die aus dem Krieg zurückkehren. Andere stammen von Händlern, die halb Europa bereist haben. Und manchmal kommt jemand, der einfach ein paar Münzen braucht, um noch einmal neu anzufangen.
Johann nimmt eine der Münzen in die Hand.
Ein goldener Napoleon.
Auf ihrer Oberfläche sind kleine Kratzer zu sehen. Vielleicht hat sie einst im Beutel eines Soldaten gelegen. Vielleicht lag sie auf einem Tisch in einem Gasthaus. Vielleicht wechselte sie bei einem Geschäft den Besitzer, an das sich heute niemand mehr erinnert.
Johann legt die Münze auf die Waage und betrachtet sie einen Moment lang.
In den letzten zehn Jahren hat er erlebt, wie sich die Karten Europas immer wieder verändert haben. Armeen zogen durch Städte, die heute wieder ruhig ihrem Alltag nachgehen.
Doch die Münzen bleiben.
Sie wandern von Hand zu Hand.
Von Stadt zu Stadt.
Vom Krieg zurück in den Frieden.
Johann schließt die Kassette und blickt auf den nächsten Kunden, der an seinen Tisch tritt.
„Was haben Sie heute für mich?“, fragt er.
Und die Münzen beginnen ihre nächste Reise.
FAQ
Sind die Münzen beidseitig geprägt?
Ja. Alle Münzen sind beidseitig gestaltet.
Sind es exakte Repliken der Originale?
Sie basieren auf echten historischen Münzen und sind optisch überzeugende Repliken in realistischer Größe und Anmutung.
„Sind diese Münzen für eine LARP-Wirtschaft geeignet?“
Ja, genau dafür sind unsere Sets gemacht. Wir verwenden sie in unseren LARPs für die Wirtschaft unserer Spielwelten.
Wie fühlen sich die Münzen an?
Sie sind aus Metall, haben ein realistisches Gewicht und wirken sehr authentisch.
Sind sie für LARP geeignet?
Ja. Sie bestehen aus robuster Legierung und haben sicher abgerundete Kanten.
Kann man sie als echtes Zahlungsmittel oder Anlage verwenden?
Nein. Es sind Repliken für Spiele, Sammler und Requisiten.
Sind die Münzen magnetisch?
Nein.
Eignen sie sich als Geschenk?
Ja. Sie sind ein hervorragendes Geschenk für Mittelalterfans, Rollenspieler und Sammler.
Wie werden diese Münzen hergestellt?
Unsere Münzen werden in Tschechien auf zwei Arten gefertigt. Einige basieren auf 3D-Scans historischer Münzen, andere werden von Grund auf neu entworfen – nach unseren eigenen Vorstellungen oder inspiriert von historischen Motiven.
Mithilfe dieser Modelle werden präzise Gussformen hergestellt, in die die Münzen aus Zinklegierung gegossen werden. Die Oberfläche der Münzen wird galvanisiert, wodurch sie das Aussehen von altem Silber, Kupfer oder Gold erhalten.
Sicherheitshinweis
Diese Münze ist kein Spielzeug für Kleinkinder.
Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren – Verschluckungsgefahr (Kleinteile).
Außerhalb der Reichweite von Kleinkindern aufbewahren.
Zusätzliche Sicherheitshinweise
Die Münze ist aus Metall und deutlich schwerer als herkömmliche Plastikmünzen.
Nicht werfen oder schlagen.
Nicht kauen, nicht in den Mund nehmen.
Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren ohne Aufsicht von Erwachsenen.
Pflege und Reinigung der Münze
Regelmäßige Reinigung
Mit einem trockenen oder leicht feuchten, weichen Tuch abwischen.
Bei stärkerer Patina eine milde Seifenlauge verwenden und anschließend gründlich trocknen.
Keine Scheuermittel oder Stahlwolle verwenden – diese können die Oberfläche beschädigen.
Was Sie mit der Münze vermeiden sollten
Lassen Sie die Münze nicht längere Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt (dies verlängert die Lebensdauer der Patina und der Oberfläche).
Nicht mit aggressiven Chemikalien (Reinigungssprays, Säuren, Aceton, Nagellackentferner) in Berührung bringen.
Nicht in die Spülmaschine geben – Hitze und Wasserdruck beschädigen die Oberfläche.
Nicht in Salzwasser lagern (korrosive Umgebung).
Nicht zusammen mit Schlüsseln in der Tasche aufbewahren – diese zerkratzen die Oberfläche schnell.
Langfristige Aufbewahrung
An einem trockenen Ort lagern.
Idealerweise in einem Beutel, einer Schachtel oder einem Umschlag aufbewahren.
















































